Wichteln im Büro: 15 Geschenke unter 15 €, die keiner heimlich weiterschenkt
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Es gibt einen Moment im November, den viele kennen: Der Zettel wird gezogen, und darauf steht der Name von jemandem, mit dem man seit drei Jahren im selben Gebäude arbeitet und über den man trotzdem nur weiß, dass er mittags meistens Suppe isst.
Fünfzehn Euro. Zwei Wochen Zeit. Und die stille Angst, dass das eigene Geschenk beim Auspacken für genau diese Sekunde Schweigen sorgt, in der alle höflich nicken.
Wichteln hat eine merkwürdige Eigenschaft: Es ist offiziell ein Spaß, aber jeder merkt sofort, ob sich jemand Mühe gegeben hat. Ein Geschenk, das offensichtlich um 19 Uhr an der Tankstelle entstanden ist, sagt mehr über die Beziehung aus, als den meisten lieb ist.
Hier steht, wie du das vermeidest. Mit den Regeln der verschiedenen Wichtel-Varianten, fünfzehn Ideen im Rahmen von zehn bis fünfzehn Euro und den Klassikern, die zuverlässig danebengehen.

Inhalt dieses Beitrags
Die vier Wichtel-Varianten und ihre Regeln
Bevor du einkaufst, solltest du wissen, welche Variante gespielt wird. Das ändert nämlich alles – bei einer davon wäre ein durchdachtes Geschenk sogar der Fehler.
Klassisches Wichteln
Jeder zieht einen Namen und beschenkt genau diese Person. Meistens anonym, oft mit Preislimit. Du weißt, für wen du kaufst, also darf und soll das Geschenk passen. Das ist die Variante, für die sich die Mühe am meisten lohnt.
Würfelwichteln
Alle Geschenke kommen auf einen Tisch, es wird reihum gewürfelt. Bei einer Sechs darf man sich ein Päckchen nehmen, solange noch welche da sind. Danach läuft ein Timer, und wer eine Sechs würfelt, darf jemand anderem ein bereits geöffnetes Geschenk wegnehmen. Am Ende behält jeder, was er gerade hat.
Wichtig für dich: Du weißt nicht, wer dein Geschenk bekommt. Es muss also für alle im Raum funktionieren – unabhängig von Geschlecht, Alter und Geschmack.
Räuberwichteln (auch Klau-Wichteln)
Reihum wird ein Päckchen geöffnet oder einem anderen weggenommen. Wer bestohlen wurde, ist als Nächstes dran. Meistens gilt: Jedes Geschenk darf höchstens zwei- oder dreimal den Besitzer wechseln, dann ist es gesperrt.
Auch hier gilt Neutralität. Der Reiz liegt darin, dass ein gutes Geschenk mehrfach geklaut wird – wer will, kann das als Wettbewerb sehen.
Schrottwichteln
Hier ist der schlechte Geschmack das Ziel. Verschenkt wird, was zu Hause herumsteht und niemand braucht. Die einzige Regel, die wirklich zählt: Es darf lustig sein, aber niemanden bloßstellen. Dazu weiter unten mehr.
Kurz gesagt: Bei klassischem Wichteln kaufst du für eine Person. Bei Würfel- und Räuberwichteln kaufst du für einen Raum voller Menschen. Das ist ein völlig anderer Auftrag, und die meisten Fehlgriffe entstehen genau hier.
Was vorher geklärt sein muss
Falls du derjenige bist, der das Wichteln organisiert – drei Dinge, die vorher schriftlich feststehen sollten, am besten in der Einladung:
- Das Preislimit, mit Ober- und Untergrenze. „Bis 15 Euro" führt dazu, dass jemand für vier Euro kauft und sich schlecht fühlt. Besser: „zwischen 10 und 15 Euro".
- Die Variante. Siehe oben. Wer das nicht ansagt, bekommt eine Mischung aus persönlichen Geschenken und Neutralem, und die persönlichen landen dann beim Würfeln bei den Falschen.
- Der Termin, und zwar früh. Wer erst am 10. Dezember erfährt, wen er gezogen hat, kauft unter Zeitdruck. Zwei Wochen Vorlauf sind das Minimum, drei sind besser – vor allem, wenn jemand etwas bestellen will, das noch produziert werden muss.
Ein vierter Punkt, der oft vergessen wird: Klärt, ob Teilzeitkräfte, Azubis und Werkstudenten mitmachen. Ein Limit von 15 Euro trifft nicht alle gleich, und niemand sagt gern laut, dass ihm das zu viel ist. Wenn jemand nicht mitmachen will, sollte das ohne Erklärung möglich sein.
Das Prinzip: benutzbar schlägt witzig
Der häufigste Denkfehler beim Wichteln ist, dass das Geschenk in erster Linie beim Auspacken funktionieren muss. Also kauft man etwas, das für zwei Sekunden Gelächter sorgt.
Das Problem: Nach diesen zwei Sekunden liegt das Ding auf dem Schreibtisch, dann in einer Schublade, dann im Müll. Und der Beschenkte weiß genau, dass er gerade Verpackungsmüll bekommen hat.
Die bessere Messlatte ist eine Frage: Wird das in drei Monaten noch benutzt? Wenn ja, ist es ein gutes Wichtelgeschenk, auch wenn es beim Auspacken keinen Lacher gibt. Ein Päckchen guter Kaffee ist unspektakulär und trotzdem das bessere Geschenk als eine sprechende Schreibtischfigur.
Daraus folgen drei Kategorien, die in dieser Preisklasse zuverlässig funktionieren: Dinge, die aufgebraucht werden. Dinge, die täglich in der Hand liegen. Und Dinge, die jemandem einen kleinen Alltagsärger abnehmen.
15 Wichtelgeschenke unter 15 Euro
Wenn du die Person kaum kennst
Hier gilt: nichts, was Geschmack voraussetzt. Keine Deko, keine Düfte fürs Zuhause, keine Kleidung. Sondern Dinge, die fast jeder gebrauchen kann.
- Guter Kaffee aus einer kleinen Rösterei. 250 Gramm liegen meist zwischen 9 und 14 Euro. Wird aufgebraucht, nimmt keinen Platz weg, und wer keinen Kaffee trinkt, verschenkt ihn ohne schlechtes Gewissen weiter. Sicherste Wahl überhaupt.
- Ein Tee-Sampler mit sechs bis acht Sorten. Gleiche Logik, andere Zielgruppe.
- Ein Coffee-to-go-Becher. Bei uns 11,90 Euro. In Büroküchen stehen dutzende identische Becher – einer mit Namen kommt zuverlässig zurück. Setzt allerdings voraus, dass du den Namen kennst und rechtzeitig bestellst.
- Eine ordentliche Handcreme. Im Dezember tatsächlich das Nützlichste, was man verschenken kann. Klingt langweilig, wird aber aufgebraucht.
- Eine scharfe Sauce oder ein Gewürzsalz aus einer kleinen Manufaktur. Funktioniert bei fast allen, die kochen, und ist ein gutes Gesprächsthema.
- Ein Notizbuch in vernünftiger Qualität. Nicht das mit dem Motivationsspruch auf dem Cover. Eines, das man wirklich benutzt.
Wenn du sie ein bisschen kennst
Sobald du ein Detail weißt – sie angelt, er grillt, sie liest im Zug – wird es einfacher. Ein Geschenk, das ein bekanntes Interesse aufgreift, wirkt sofort persönlicher als alles Neutrale.
- Ein Flaschenöffner aus Holz mit Gravur. 7,90 Euro und damit meist unter dem Limit, sodass noch etwas Kleines dazupasst. Landet in der Küchenschublade und bleibt dort jahrelang.
- Ein Taschenmesser, etwa 12,90 Euro. Bewährt bei allen, die draußen unterwegs sind – wandern, angeln, Garten. Ein Hinweis: Bei manchen Arbeitgebern sind Messer auf dem Gelände heikel, das solltest du vorher wissen.
- Ein Lesezeichen aus Holz für die Kollegin, die immer ein Buch dabei hat. Kostet wenig, trifft aber genau.
- Ein Duftkerze oder ein Schlüsselanhänger. Beides klein, beides unter 13 Euro. Bei der Kerze aufpassen: Duft ist Geschmackssache, das ist eher etwas für Menschen, die du besser einschätzen kannst.
- Ein Cocktailstößel oder eine Grillzange, je nachdem, ob jemand eher mixt oder grillt. Zwischen 9,90 und 10,90 Euro. Bei den Stößeln gibt es fertige Designs wie „Cocktail King" und „Cocktail Queen" mit Namen darunter – praktisch, wenn du zwar den Namen kennst, aber sonst wenig über die Person weißt.
- Ein Kartenspiel für die Mittagspause. Etwas, das zu zweit oder zu viert in zehn Minuten gespielt ist. Kommt in Teams erstaunlich gut an und wird tatsächlich benutzt.

Wenn es schnell gehen muss
Manchmal erfährt man erst drei Tage vorher, wen man gezogen hat. Dann fallen alle personalisierten Sachen raus, weil Gravuren Produktionszeit brauchen. Bei uns sind das zwei bis vier Werktage, andere Anbieter liegen im Dezember oft höher.
- Dicke Socken aus Merinowolle. Ja, Socken. Aber gute, keine aus dem Fünferpack. Im Winter das unterschätzteste Geschenk überhaupt.
- Eine kleine, robuste Pflanze für den Schreibtisch. Sukkulenten überleben auch längere Abwesenheiten. Achtung bei Menschen, die viel im Homeoffice sind – dann steht sie im Büro und vertrocknet.
- Etwas mit fertigem Design statt Wunschname. Viele Anbieter, wir eingeschlossen, haben gravierte Artikel mit festem Motiv im Sortiment, für die keine Eingabe nötig ist. Die gehen sofort raus und sehen trotzdem nicht nach Last Minute aus.
Wenn du in dieser Preisklasse stöbern möchtest: Unsere Kategorie mit Geschenken unter 15 Euro ist genau dafür gedacht – der teuerste Artikel dort liegt bei 14,90 Euro, du kannst also nicht versehentlich über dem Limit landen.
Tipp für Organisatoren: Wenn ihr im Team mehrere Sachen an einer Stelle bestellt, kommt ihr schnell über 49 Euro und spart den Versand. Drei bis vier Personen, die sich absprechen, reichen dafür meistens schon.
Was zuverlässig danebengeht
Die Liste der Klassiker, die jedes Jahr wieder auftauchen und jedes Jahr wieder nicht funktionieren:
- Alles mit Anspielung auf Aussehen, Alter, Gewicht oder Beziehungsstatus. Auch als Scherz gemeint. Besonders im Arbeitskontext, wo der Beschenkte nicht ausweichen kann und alle zusehen.
- Alkohol ohne Vorwissen. Man weiß bei Kollegen selten, wer aus welchen Gründen nichts trinkt. Wein ist als Wichtelgeschenk außerdem so verbreitet, dass er kaum noch registriert wird.
- Bürodeko. Ein Kalender mit Motivsprüchen, eine Figur, eine Tasse mit „Chef" drauf. Steht drei Wochen herum und verschwindet.
- Gutscheine über den vollen Betrag. Wirkt wie Bargeld mit Umweg. Eine Ausnahme: ein Gutschein für etwas sehr Spezifisches, das zur Person passt.
- Selbstgemachtes ohne Rücksprache. Kann wunderbar sein, kann aber auch heißen, dass jemand ein Einmachglas mit unklarem Inhalt bekommt, das er nicht wegwerfen will und nicht essen mag.
- Deutlich über dem Limit einkaufen. Klingt großzügig, bringt aber alle anderen in eine unangenehme Lage. Das Limit ist der eigentliche Sinn der Sache.
Sonderfall Schrottwichteln
Beim Schrottwichteln gelten die Regeln von oben nicht. Hier ist schlechter Geschmack das Ziel, und ein durchdachtes Geschenk wäre der Fehler. Trotzdem gibt es eine Grenze, und die verläuft an einer klaren Stelle: Der Witz darf dem Gegenstand gelten, nicht der Person, die ihn bekommt.
Was gut funktioniert:
- Der Werbeartikel von einer Messe, den nie jemand angefasst hat
- Ein absurd spezialisiertes Küchengerät, das man einmal geschenkt bekam
- Ein Fehlkauf, zu dem man eine gute Geschichte erzählen kann
- Etwas Kaputtes, das man aufwendig verpackt hat – der Aufwand ist der Witz
Was nicht funktioniert: alles, was benutzt aussieht und es auch ist. Angebrochene Kosmetik, getragene Kleidung, halb leere Lebensmittelpackungen. Das ist kein Scherz, sondern Entsorgung mit Publikum.
Und ein praktischer Hinweis an die Organisatoren: Sagt vorher an, dass jeder sein Schrottgeschenk am Ende auch wieder mitnehmen darf. Sonst bleibt hinterher jemand mit einem Tisch voll Restmüll zurück, und das ist meistens die Person, die das Ganze organisiert hat.
Fazit
Ein gutes Wichtelgeschenk muss nicht originell sein. Es muss nur zeigen, dass jemand kurz nachgedacht hat. Das gelingt am ehesten mit Dingen, die aufgebraucht oder benutzt werden, und am seltensten mit Dingen, die in erster Linie beim Auspacken funktionieren.
Wenn du den Namen früh genug kennst, ist ein personalisiertes Teil in dieser Preisklasse eine gute Wahl. Nicht wegen der Gravur an sich, sondern weil sie beweist, dass das Geschenk nicht am Vorabend entstanden ist. Und weil es in der Büroküche danach niemand verwechselt.
FAQ – Häufige Fragen zum Wichteln
1. Wie viel Geld gibt man beim Wichteln im Büro aus?
Üblich sind 10 bis 15 Euro, in kleineren Teams manchmal bis 20. Wichtiger als die Höhe ist, dass eine Spanne vorgegeben wird und nicht nur eine Obergrenze. Bei „bis 15 Euro" entsteht sonst ein starkes Gefälle zwischen den Geschenken.
2. Was schenkt man jemandem, den man kaum kennt?
Etwas, das aufgebraucht wird und keinen Geschmack voraussetzt: guter Kaffee, Tee, eine Handcreme, ein Gewürz. Vermeide Deko, Kleidung und alles mit Duft fürs Zuhause. Wer die Person besser einschätzen kann, darf persönlicher werden.
3. Wie funktioniert Würfelwichteln?
Alle Geschenke kommen anonym auf einen Tisch. In der ersten Runde darf sich bei einer Sechs jeder ein Päckchen nehmen. Sind alle vergeben, läuft ein Timer, und wer eine Sechs würfelt, darf einem anderen ein bereits geöffnetes Geschenk abnehmen. Wenn die Zeit abgelaufen ist, behält jeder das, was er gerade hat.
4. Was ist der Unterschied zwischen Schrottwichteln und Räuberwichteln?
Beim Schrottwichteln geht es um den Inhalt: Verschenkt wird bewusst Unbrauchbares aus dem eigenen Haushalt. Beim Räuberwichteln geht es um den Ablauf: Die Geschenke sind normal, aber sie dürfen einander weggenommen werden. Beides lässt sich auch kombinieren.
5. Wie lange vorher sollte man ein Wichtelgeschenk besorgen?
Zwei bis drei Wochen sind sinnvoll, besonders wenn etwas personalisiert werden soll. Gravuren brauchen Produktionszeit – bei uns zwei bis vier Werktage plus Versand, im Dezember kann es bei allen Anbietern länger dauern. Wer kurzfristig dran ist, greift besser zu Artikeln mit fertigem Design.
6. Was schenkt man beim Wichteln, wenn man nicht weiß, wer es bekommt?
Bei Würfel- und Räuberwichteln muss das Geschenk für alle im Raum passen. Bewährt haben sich Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Gewürze, ein Kartenspiel oder ein neutraler Gebrauchsgegenstand wie ein Flaschenöffner. Alles, was auf eine bestimmte Person zugeschnitten ist, landet hier fast sicher bei der falschen.
7. Darf man ein Wichtelgeschenk weiterverschenken?
Beim Schrottwichteln ist es sogar der Sinn der Sache. Bei allen anderen Varianten ist es unproblematisch, solange es niemand mitbekommt – und ein Geschenk, das aufgebraucht wird statt herumzustehen, gerät gar nicht erst in diese Lage.
Melanie & Marcel
Wir sind das Team hinter Pandiswelt und gravieren jedes Stück in Deutschland selbst. Zwischen November und Dezember gehen bei uns besonders viele Einzelbestellungen im Zehn-bis-fünfzehn-Euro-Bereich raus – Wichtelzeit eben. Mehr über uns
Alles unter 15 Euro, alles graviert
Flaschenöffner ab 7,90 €, Brettchen ab 8,90 €, Taschenmesser und Becher bis 14,90 €. Wahlweise mit Wunschnamen oder mit fertigem Design, wenn es schnell gehen muss.